Schülerteams bewähren sich international – ob in Bangkok oder London

Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit geförderte Innovationsnetz „Schüler auf Kurs für MV“ bereitet Schüler auf eine Zukunft in technologisch und wissenschaftlich basierten Arbeitsfeldern in MV vor. Dabei setzen die Schülerteams gemeinsam mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes praxisnahe Projekte um, welche die Schüler auf eine Karriere als Wissenschaftler oder Ingenieur vorbereiten, und Unternehmen die Möglichkeit bietet aktiv an der Förderung der Fachkräfte von Morgen mitzuwirken.
Ein wichtiger Teil der Projektarbeit ist dabei die Präsentation und Verteidigung der Projektergebnisse auf Messen und Wettbewerben. Mit der Qualität der Projektergebnisse werden die Bühnen größer und das Publikum globaler. Da die Wirtschaft MVs nur in einem globalen Rahmen bestehen und wachsen kann, ist es ein wichtiger Erfolg des Innovationsnetzes, wenn die Schüler die Möglichkeit erhalten, sich in globaler Vernetzung zu üben. Zwei Projekte des abgelaufenen Schuljahres gelang dies in besonderer Weise: ein Team nahm am London International Youth Science Forum (LIYSF) teil und ein zweites Team präsentierte sich auf der National Science and Technologie Fair in Bangkok/Thailand.
Für beide Teams sind damit unvergessliche Erlebnisse und reichhaltige Erfahrungen verbunden. Angefangen mit der Vorstellung der Projekte auf Englisch, hin zum Kennenlernen anderer Perspektiven bis hin zum globalen „Netzwerken“ erwarben die Schüler Fähigkeiten, die für die spätere Karriere unermessliche Vorteile bieten.
Auch für die Partner der Teams, die Universität Rostock, das Leibnitz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde und die Innoproof GmbH sind die Erfolge der Teams eine Bestätigung ihres Engagements für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Daniel Klüß, Geschäftsführer der Innoproof GmbH, betont: „Die Arbeit mit Schülern ist nicht immer einfach und man muss sich auf die Schüler einlassen. Aber wenn dann nach drei Jahren Projektarbeit die Ergebnisse so gut sind, dass diese bundesweit und sogar international bestehen können, dann ist das auch eine Bestätigung unseres Engagements. Die Schüler werden ihren Weg gehen und ich denke auch sehr erfolgreich. Da bin ich mir sicher.“
Lea Kämpfert, Bianca Kreitz und Paula Lankowski vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock waren als Landessieger von „jugend forscht“ eingeladen, auf der National Science and Technologie Fair in Bangkok/Thailand ihr Projekt vorzustellen. Als Teil des „Deutschen Pavillons“, welcher von der deutschen Botschaft in Thailand organisiert wird, stellten sie dort mehrfach ihr Projekt vor – ob auf der Hauptbühne der Messe oder auch vor Interessierten im Pavillon. Die dadurch angeregten Gespräche auf der Messe reichten von den Fragen der international als vorbildlich angesehenen Förderung von Talenten in Deutschland bis zum fachlichen Austausch über ihr Thema, der Belastung von Hüftprothesen. Die Erlebnisse, Erfahrungen und die Bestätigung der eigenen Fähigkeiten auf dieser Bühne, die sie mit Bravour bestanden haben, sind für die Abiturientinnen ein Schatz der sich auf ihrem weiteren Berufsweg als enorm wertvoll erweisen wird.
Felix Engelhard, Helene Radloff und Johanna Rohman, ebenfalls Schüler des ISG, wurden auf dem Bundesfinale „jugend forscht“ mit dem Sonderpreis „Teilnahme am LIYSF“ ausgezeichnet und wurden eingeladen ihr Projekt und die Ergebnisse auf der Veranstaltung zu präsentieren.
Neben vielen Vorlesungen in kleiner und großer Runde zu spannenden Themen wie z.B.: „Die Entdeckung des Hicks-Bosoms“, „Heureka-Momente in der HIV-Therapie“ und „Instabiele DNA“, fanden auch Exkursionen zu bedeutenden Wissenschaftsstandorten wie z.B.: das Zentrum für Stammzellen und regenerative Medizin des Kings-College London, die Pharmacy-School in Wales, so wie das Laboratory für molekulare Biologie in Cambridge, in welchem viele bedeutende Wissenschaftler wie Watson und Crick gearbeitet haben.
„Bei den LIYSF-Olympics wurde mir bewusst, wie schnell die Zeit bisher vergangen ist und dass sich diese kurzen zwei Wochen bald dem Ende neigen. Und so ging eine unfassbar schöne Zeit vorbei, in der ich vieles erlebt und gelernt habe. Außerdem war es eine großartige Möglichkeit, viele tolle Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen.“, so Felix Engelhardt, dem bei der großen Eröffnung des Forums sogar die Ehre zu Teil wurde, Deutschland als Flaggenträger zu vertreten.
Für Helene war der krönende Abschluss der Science Bazar, wo die Schüler Zeit hatten, Ihre Projekte zu präsentieren und anderen Präsentationen zu lauschen. „Es war schlichtweg beeindruckend und inspirierend!“, so Helene Radloff.

Ihre Erlebnisse schilderten die Schülerteams in Blogs im Internet:
http://blog.jugend-forscht.de/category/national-science-and-technology-fair/
http://blog.jugend-forscht.de/category/london-international-youth-science-forum/

 

Auf der Mainstage: Dolmetscherin Jane, Paula, Bianca und Lea (vlnr)

Fachgespräch über die Förderung von Talenten mit einer Lehrerin aus Chicago

Das Schülerteam mit der thailändischen Wissenschaftsministerin, dem Projektbetreuer und dem deutschen Botschafter (v.l.n.r.) im deutschen Pavillon

Paula und Bianca mit thailändischen Schülern im deutschen Pavillon

Ankunft in Bangkok v.l.n.r.: Christin…., Bianca, Paula, Lea, Peter

Blick in die Messehallen

Alle Bilder by Deutsche Botschaft Bangkok und „jugend forscht“